Was kostet eine Altbausanierung?

Realistische Kosten, häufige Kostenfallen – und wie Sie Ihr Budget von Anfang an im Griff behalten.

„Was kostet eine Sanierung?“ ist die Frage, die wir am häufigsten hören. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber es gibt belastbare Richtwerte, die Ihnen helfen, Ihr Projekt realistisch einzuschätzen – bevor die erste Wand aufgestemmt wird.

Kosten nach Sanierungsumfang

Diese Tabelle zeigt realistische Kostengrenzen auf Basis unserer Projekterfahrung. Die tatsächlichen Kosten hängen stark ab von Region, Zustand und Ausführungsstandard.

Maßnahme Kosten pro m² Anmerkung
Einfache Modernisierung 400–600 € Böden, Wände, Bäder. Substanz intakt, keine Eingriffe in Tragwerk.
Umfassende Sanierung 600–1.000 € Fenster, Elektrik, Heizung, Dämmung. Typisch für Häuser aus den 1960er–80er Jahren.
Kernsanierung 1.000–1.500 € Bis auf Rohbau zurück: Statik, Leitungen, Dämmung – alles neu.
Energetische Komplettsanierung 1.200–1.800 € Effizienzhaus-Standard. Inkl. Wärmepumpe, PV, maximale Dämmung.

Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis unserer Projekterfahrung und aktueller Marktpreise (Stand: 2026). Die tatsächlichen Kosten hängen von Region, Gebäudezustand und Ausführungsstandard ab.

Was oft unterschätzt wird

Bei der ersten Kostenschätzung bleiben diese Posten oft unerwähnt – aber sie summieren sich.

Schadstoffbelastung (Asbest, KMF, PAK)

Gerade bei Häusern aus den 1960er bis 1980er Jahren tauchen bei der Sanierung Schadstoffe auf, die vorher nicht sichtbar waren. Asbest in Fassadenplatten, alten Fliesenklebern oder Rohrisolierungen ist keine Seltenheit. Die fachgerechte Entsorgung kostet 30–60 €/m² – Kosten, die in der Erstschätzung selten auftauchen.

Unser Rat: Vor jeder Sanierung eine Schadstoffuntersuchung durchführen lassen.

Statik und Bausubstanz

Was trocken und fest aussieht, muss es nicht sein. Holzbalkendecken mit Pilzbefall, durchfeuchtetes Mauerwerk, undokumentierte Umbauten aus der Vergangenheit: All das zeigt sich erst, wenn geöffnet wird.

Ein realistisches Budget enthält immer einen Puffer von 10–15 % für Unvorhergesehenes.

Baunebenkosten

Statiker, Vermesser, Bodengutachter, Baustelleneinrichtung, Baugenehmigung: Diese Posten werden gerne vergessen, summieren sich aber auf 15–20 % der reinen Baukosten.

Wir kalkulieren sie von Anfang an mit ein.

Leerstand und Umzugskosten

Wer während der Sanierung nicht im Haus wohnen kann, braucht eine Übergangslösung. Mietkosten für 6–12 Monate, Einlagerung von Möbeln, doppelte Nebenkosten: Auch das gehört ins Budget.

So behalten Sie die Kosten im Griff

Planung ist kein Luxus – sie ist die günstigste Form der Investition.

Sanierungsfahrplan (iSFP) als Grundlage

Bevor ein Euro ausgegeben wird: Energetische Analyse, Zustandsbewertung, Maßnahmenplanung. Ein iSFP zeigt nicht nur, was gemacht werden sollte, sondern in welcher Reihenfolge – und welche Maßnahmen förderfähig sind.

Kosten: ca. 2.000 € brutto, davon werden bis zu 650 € durch BAFA bezuschusst.

Fördermittel ausschöpfen

BAFA-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen, KfW-Förderung für Heizungstausch, steuerliche Absetzung nach § 35c EStG: Je nach Projekt lassen sich 15–40 % der Investition durch Fördermittel und Steuervorteile zurückholen.

Voraussetzung: Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.

Stufenweise sanieren

Nicht alles muss auf einmal passieren. Ein guter Sanierungsfahrplan erlaubt es, Maßnahmen über mehrere Jahre zu verteilen – ohne dass sich die Einzelschritte gegenseitig behindern.

Wichtig: Die Reihenfolge muss stimmen (erst Hülle, dann Technik).

Realistische Kostenschätzung ab LP 2

Ab der Vorplanung (Leistungsphase 2) erstellen wir eine belastbare Kostenschätzung nach DIN 276 – aufgeschlüsselt nach Kostengruppen. Das ist kein Bauchgefühl, sondern eine Kalkulation auf Basis aktueller Baupreise, die sich im weiteren Planungsverlauf verfeinert.

Unser Rat

Eine gute Kostenschätzung ist kein Luxus – sie ist die Grundlage jeder vernünftigen Entscheidung. Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Sanierung realistisch kostet: Lassen Sie uns einen Blick auf Ihr Gebäude werfen. Eine erste Einschätzung bekommen Sie bei uns im Gespräch.

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